Aufo-Bummel in Ulm: Eine Reise voller Nostalgie und Fotografie

Aufo-Bummel in Ulm: Eine Reise voller Nostalgie und Fotografie

Am 12. und 13. Juni erlebten wir einen unvergesslichen Aufo-Bummel in Ulm, der nicht nur von spannenden fotografischen Entdeckungen, sondern auch von einer tiefen persönlichen Verbindung zur Stadt geprägt war. Begleitet uns auf eine Reise durch das malerische Ulm, gespickt mit historischen Anekdoten und inspirierenden Begegnungen.

Freitag, 12. Juni: Ankunft, Fotoclub und schwäbische Gemütlichkeit

Unsere Ankunft in Ulm am Freitag, den 12. Juni, führte uns direkt in unser Hotel am Münsterplatz. Nach dem Check-in machten wir uns auf den Weg zum Stadthaus, wo um 18:00 Uhr ein Treffen mit dem Fotoclub Ulm auf dem Programm stand. Fünf Mitglieder des Clubs erwarteten uns, und zu unserer Überraschung gesellte sich auch Rafiq aus Belgien hinzu, den einer unserer Aufo-Teilnehmer in seiner Unterkunft kennengelernt hatte.

Das Treffen mit dem Fotoclub Ulm war besonders bewegend für mich. Ich hatte die Gelegenheit, über die Geschichte meiner Familie und ihre Verbindung zum Club zu sprechen. Der Fotoclub Ulm, gegründet im Jahr 1939, hat eine lange und reiche Tradition. Mein Großvater war einst Kassier des Clubs und hatte die Finanzen fest im Griff. Es war erstaunlich, Mitglieder zu treffen, die sich noch an ihn erinnerten. Ich zeigte ihnen seinen originalen Ausweis aus jener Zeit, der noch hervorragend erhalten war, sowie einige Fotos meines Großvaters und den Instagram-Account opas_bilderschatz, den ich für seine Bilder angelegt habe.

Nach diesem herzlichen Austausch schlenderten wir durch Ulm, erkundeten das charmante Fischerviertel und die historische Stadtmauer. Den Abend ließen wir in der „Krone“ ausklingen, dem ältesten Restaurant Ulms, wo wir exzellente schwäbische Küche genossen. Aus Nostalgie entschied ich mich für Spätzle mit Soße – genau wie früher, als ich meine Großeltern in Ulm besuchte. Zurück im Hotel genossen wir noch den Ausblick und das ein oder andere Getränk in der Rooftop-Bar, ein perfekter Abschluss für den ersten Tag.

Samstag, 13. Juni: Black Cowboys, Stadtleben und ICM-Fotografie

Der Samstag, 13. Juni, begann erneut am Stadthaus in Ulm. Um 10:00 Uhr trafen sich weitere Aufo-Teilnehmer und Karl-Heinz vom Fotoclub Ulm. Gemeinsam besuchten wir eine frisch eröffnete Fotoausstellung im Stadthaus. Das Thema der Ausstellung war „Black Cowboys“ von Sabine Bungert und Stefan Dolfen. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, sich direkt mit den Fotografen über ihre Werke auszutauschen.

Anschließend begaben wir uns auf den eigentlichen Aufo-Bummel und fingen zahlreiche tolle Motive im Ulmer Stadtleben ein. Mittags stärkten wir uns im Zunfthaus, bevor es weiter zum Metzgerturm und zur Stadtbücherei ging, die umgangssprachlich auch als „Louvre von Ulm“ bekannt ist. Sowohl innen als auch außen bot sie fantastische Fotomotive. Unser Weg führte uns weiter in die Innenstadt, wo wir ein Gruppenbild vor dem Schriftzug „Ulm“ machten.

Bei traumhaftem, wenn auch etwas windigem Wetter, war es Zeit für eine Kaffeepause. Zwei weitere Mitglieder des Fotoclubs gesellten sich zu uns, und wir tauschten uns über verschiedene Fotografie-Ansätze aus. Einer der Fotografen begeisterte sich für die ICM-Fotografie (Intentional Camera Movement), eine kreative Technik, bei der die Kamera während einer längeren Belichtungszeit bewusst bewegt wird, um impressionistische Wischeffekte zu erzielen.

Der Tag neigte sich dem Ende zu, und wir traten langsam die Heimreise an. Wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben und uns gelegentlich wieder zu treffen. Der Fotoclub Ulm plant sogar einen Gegenbesuch in Augsburg, um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Es war ein Wochenende voller Inspiration, Austausch und unvergesslicher Momente.